Bodenkunde in Bhutan


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Hintergrund

In Bhutan, dem kleinen Himalaya-Königreich mit rasch wachsender Bevölkerung und nur ca. 10% landwirtschaftlicher Nutzfläche, ist das Interesse an landwirtschaftlichen und somit bodenkundlichen Fragestellungen naturgemäss groß.

Im September 1996 wurde in Semtokha, wenige Kilometer südlich der bhutanischen Hauptstadt Thimphu, mit dänischer Unterstützung (DANIDA) das erste Projekt zur Untersuchung der bhutanischen Bodenressourcen, das Bhutan Soil Survey Project (BSSP), innerhalb des National Soil Services Centre (NSSC) ins Leben gerufen. Als sich nach wenigen Jahren Fragen zu Herkunft, Natur und Eigenschaften der Böden in Bhutan zu verdichten begannen, konnte im Jahr 2000 mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine 4-jährige Kooperation zwischen dem TUM Lehrstuhl für Bodenkunde und dem National Soil Services Centre (NSSC) am Landwirtschaftsministerium von Bhutan (MoA) initiiert werden.

Ziel der Zusammenarbeit war es, anhand geeigneter Feldstudien und moderner Laboranalysen erstmalig den wissenschaftlichen Hintergrund der Böden Bhutans zu beleuchten. Besondere Beachtung fand dabei die Verwendung der Böden als Indikatoren für das Paläoklima an der Südabdachung des Osthimalaya, um insbesondere Fragen nach dem Ausmaß der Vergletscherung während der letzten Vereisung zu untersuchen.

Weitere wissenschaftliche Untersuchungen befassten sich mit der Umverteilung von lößartigen Sedimenten sowie einem neuartigen Bodenbildungsprozess in Zentralbhutan. Zudem erfolgte eine systematische Untersuchung der Gehalte an Seltenen Erden (REE) in verschiedenen Teilen des Landes.

Unter den angewandten Aspekte der Zusammenarbeit befand sich die Ursachenforschung und Hilfestellung bei Bodenerosion in Ostbhutan, die Ausbildung der bhutanischen Partner in der bodenkundlichen Feldarbeit, sowie Anregungen zur nachhaltigen Nutzung der bhutanischen Böden.

Es ist der Großzügigkeit und Offenheit unserer bhutanischen Partner, insbesondere Herrn Chencho Norbu, dem Programmdirektor des BSSP, zu verdanken, dass diese einzige existierende deutsch-bhutanische Kooperation derart reibungslos und ausserordentlich erfolgreich verlaufen ist.



Publikationen

Ein Großteil der wissenschaftlichen Arbeit aus diesem Projekt ist in meiner Dissertationsarbeit zusammengefasst.

Weitere Veröffentlichungen im einzelnen: