Zur Ökologie von Blockmeeren


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Hintergrund

Das vorliegende Werk entstand 1998/1999 als Diplomarbeit im Studiengang Umweltsicherung der Fachhochschule Weihenstephan. Die Betreuung erfolgte durch Herrn Prof. Dr. Peter Miotk, die Zweitkorrektur durch Herrn Dr. Helge Walentowski.

Die Arbeit stellt den fachlichen Abschluss einer durch das Büro für ökologische Feldforschung, Naturschutz und Landschaftsplanung (FNL, Dorfstr. 21, 81247 München) durchgeführten Dauerbeobachtungsstudie am Basalt-Blockmeer des Bauersberges (Bischofsheim/Rhön) dar.

Ausschnitte aus der Arbeit wurden in den Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins Würzburg publiziert als: Caspari, T. (1999): Die anthropogene Beeinträchtigung des Basalt-Blockmeeres am Bauersberg bei Bischofsheim a.d. Rhön und deren Auswirkungen auf Standort und Biozönose. - Abh. Naturwiss. Ver. Würzburg; Band 39/40 (1998/99): 21-72.



Kurzbeschreibung

Gegenstand der Arbeit ist eine Übersicht der in diesem Jahrhundert erfolgten Beeinträchtigungen des Basalt-Blockmeeres am Bauersberg bei Bischofsheim/Rhön sowie die mikroklimatische, floristische und faunistische Untersuchung und ökologische Bewertung der jüngsten, durch Feinmaterialeinschwämmung hervorgerufenen Störung.

 


Zusammenfassung

Zunächst erfolgt die Vorstellung des Basalt-Blockmeers am Bauersberg. Dabei wird eingegangen auf Entstehung und Geologie des Untersuchungsgebiets (UG), Böden und Vegetation der unmittelbaren Umgebung, sowie auf die ökologischen Besonderheiten des offenen Blockmeerbereichs.

Die sich anschließende, bebilderte Dokumentation behandelt Aspekte der Beeinträchtigung des UG im Lauf des 20. Jahrhunderts, die 1991 erfolgte Renaturierung und die darauffolgende Erfolgskontrolle in Form floristischer und faunistischer Dauerbeobachtungen.

Die Erfassung der anthropogenen Beeinträchtigung erfolgt über eine vergleichende Analyse von mikroklimatischen Parametern, Vegetationsaufnahmen und faunistischen Erhebungen mit Hilfe von Bodenfallen im unbeeinträchtigten bzw. beeinträchtigten Bereich.

Es wird aufgezeigt, daß in Teilbereichen der sanierten Fläche das zwischen Basaltblöcken der aufgebrachten anthropogenen „Sekundärschüttung“ vorhandene Feinmaterial einen Bewuchs der sanierten Fläche ermöglicht(e). Im Lauf dieser Sukzession hatte sich 1998 eine bereits mehrere Meter hohe, von Betula pendula dominierte Strauchschicht ausgebildet, die sich rasch in Richtung Salweiden-Vorwald weiterentwickeln wird.

Während sich vor allem anhand des Parameters der relativen Luftfeuchtigkeit Unterschiede zum primären Blockmeer aufzeigen lassen, scheint der für die Fauna - insbesondere die unter den Arthropoden dominierenden Spinnen - entscheidende Charakter der besonnten, wärmespeichernden Basaltblöcke im sanierten Bereich an vielen Stellen noch in ausreichendem Maß vorhanden zu sein.

Es ist jedoch abzusehen, daß eine Entwicklung angestoßen wurde, die ohne menschliche Eingriffe innerhalb weniger Jahre zu einem Lebensraum führen wird, der mit dem offenen, vegetationsarmen Blockmeerbereich wenig gemeinsam haben wird. Durch Beschattung, Laubfall u.ä. werden dann auch die tiefergehend feinerdefreien Bereiche des sanierten Bereichs betroffen sein. Damit wäre ein Großteil der Sanierung von 1991 vergeblich gewesen.

Den Abschluß der Arbeit bildet der Vorschlag eines Pflegeplans, mit dem die untersuchte, lebensraumverändernde Entwicklung möglicherweise noch aufgehalten werden kann.



Download

Die Arbeit kann hier als pdf-Dokument heruntergeladen werden (Dateigröße: 6.4 MB).